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Zahl der Start-up-Neugründungen gehen weiter zurück

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Im dritten Quartal 2022 hat sich die aktuelle Krise noch stärker auf den deutschen Start-up-Markt ausgewirkt als in der ersten Jahreshälfte 2022. Dies zeigt eine aktuelle Marktanalyse des technologie- und datengetriebenen Venture-Capital (VC)-Unternehmens Morphais VC. Basierend auf den Daten von Startupdetector wurden 578 neue Start-ups im dritten Quartal gegründet und damit 18 Prozent weniger als im zweiten Quartal dieses Jahres und 30 Prozent weniger als im Vorjahresquartal 2021.

Laut der Analyse ist im Vergleich zu 2021 vor allem der Anteil an Neugründungen im Bereich E-Commerce (minus zwei Prozent) sowie in der Software-Branche (minus drei Prozent) leicht rückläufig. Dagegen ist der Anteil von Start-ups, die aus dem Gesundheitstechnologie-Sektor kommen, im Vergleich zum Vorjahr von zehn Prozent auf zwölf Prozent gestiegen.

Prozentual gesehen kamen im vergangenen Jahr 18 Prozent aller Neugründungen aus Bayern, in diesem Jahr waren es zwischen Januar und September bereits 21 Prozent. Damit ist der Anteil an Neugründungen im bundesweiten Vergleich erstmals genauso hoch wie in Berlin (ebenfalls 21 Prozent). Auf dem dritten Platz befindet sich Nordrhein-Westfalen, wo zwischen Januar und September 17 Prozent aller neuen Start-ups gegründet wurden, gefolgt von Baden-Württemberg (elf Prozent) und Hessen (acht Prozent).

Die Datenuntersuchung von Morphais VC zeigt einen kontinuierlichen Aufwärtstrend hinsichtlich der Zahl von Deep-Tech-Neugründungen. Deep-Tech-Unternehmen entwickeln problemorientierte Produkte und Lösungen, die mehrheitlich auf wissenschaftlicher Forschung oder neuartigen Algorithmen basieren. Dabei verbinden sie verschiedene Technologieansätze und sind überwiegend schutzfähig, beispielsweise durch Patente, und damit schwerer nachahmbar. Von Januar bis September 2022 wurden bereits mehr Deep-Tech-Neugründungen in Deutschland gezählt als im gesamten Jahr 2021 (erste neun Monate 2022: 209 Start-ups, Gesamtjahr 2021: 207 Start-ups). Insgesamt ist im Vergleich zum Vorjahr der Anteil von Deep-Tech-Start-ups von sechs auf zehn Prozent gestiegen.

„Dass die Zahl der Neugründungen im Deep-Tech-Bereich weiter steigt, ist ein sehr positives Zeichen für die Branche und für Deutschland als Innovationsstandort. Zudem sind Deep-Tech-Start-ups für VCs besonders attraktiv, weil die Zahl der Start-ups, die einen Exit machen, bei Deep-Tech-Unternehmen 21 Prozent höher ist als bei durchschnittlichen Start-ups aus Europa“, so Gfrerer.

Des Weiteren belegt die Datenauswertung von Morphais VC, dass 16 Prozent aller Deep-Tech-Neugründungen dem sogenannten Health-Tech-Bereich zuzuordnen sind. Zudem kommen 15 Prozent aus dem Bereich Software, zehn Prozent sind Industrie-Lösungen (zum Beispiel Robotics), neun Prozent fallen in die Kategorie Blockchain und Krypto und acht Prozent sind Klima-Technologien.

Für die nächsten Jahre sieht Eva-Valérie Gfrerer, CEO & General Partner von Morphais VC, noch viel Nachholbedarf, wenn es um die Unterstützung von Start-ups geht. Obwohl Deep-Tech-Lösungen für die Zukunft unverzichtbar seien, investierten traditionelle VCs immer noch überwiegend in Gründer mit betriebswirtschaftlichem Hintergrund. Gleichzeitig scouten viele VCs nur innerhalb ihres eigenen Netzwerks. Problematisch dabei sei, dass talentierte Gründerteams außerhalb des Netzwerkes übersehen werden und Kapital ungleich verteilt werde. „Um die globalen Herausforderungen unserer Welt zu lösen, muss europaweit mehr Kapital in Gründerteams fließen, die starke technologische Lösungen und damit wirkliche Innovationen entwickeln. Diese Lösungen sorgen dafür, dass unser europäischer Technologiemarkt international wettbewerbsfähig wird und sie lassen neue Märkte entstehen”, so Gferer. (DFPA/JF1)

Die Morphais HSTL Technologies GmbH (Morphais VC) ist ein Venture-Capital-Unternehmen, das eine eigene, auf künstlicher Intelligenz basierende Technologie entwickelt hat, um frühzeitig in die besten Gründer von Technologieunternehmen zu investieren.

www.morphais.com

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